Christa Schmidt
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Mein erstes Leben
Ein wichtiges Jahr
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So lebe ich jetzt
Ein wichtiges Jahr

.....begann am 21. Juli 2004. An diesem Tag wurde bei mir die Diagnose "Brustkrebs" gestellt, und damit veränderte sich mein ganzes Leben.

Trotz der schlimmen Diagnose hatte ich großes Glück: ich "landete" im Robert-Koch-Krankenhaus in Gehrden, in dem meine Krankheit behandelt wurde. In der dortigen Frauenklinik fand ich kompetente und sympathische Ärzte und Schwestern, und ich wusste von Anfang an: Hier bin ich gut aufgehoben. Es herrschte ein netter und liebevoller Umgangston und alle gaben mir das Gefühl, dass sie mir helfen wollen, die Krankheit zu besiegen. Ganz besonders möchte ich in diesem Zusammenhang die Oberärzte Dr. Wolfram Seifert (heute Chefarzt der Frauenklinik), Dr.  Carsten Buckermann  und Dr. Alexander Arlit sowie die Schwestern Ortrud und Astrid erwähnen.

Nach der Diagnosestellung folgten etliche Untersuchungen und die Behandlung wurde besprochen. Ich wurde in die Gepar-Trio-Studie aufgenommen, in der ein besonders wirkungsvolles Medikament angewandt wurde und in der zunächst die Chemotherapie und erst danach die Operation durchgeführt werden sollte. In einem Gespräch sagte  Dr. Arlit etwas für mich sehr Wichtiges: "Die poitive Einstellung zu der Behandlung ist enorm wichtig und hilft, sie besser zu vertragen". Ich habe mir das zu Herzen genommen und die Medikamente als "Verbündete" angesehen, die mit mir zusammen den Kampf gegen die Krankheit aufnehmen.

Seltsamerweise fiel mir bei dem Wort "Chemotherapie" als erstes ein, dass davon die Haare ausfallen und das schreckte mich zunächst mehr als alles andere. Ich gewöhnte mich jedoch schnell an den Gedanken und kaufte mir - nur wenig später - gleich mehrere Perücken: unterschiedliche Frisuren, Haarlängen und Farben. Endlich konnte ich mal Frisuren tragen, die mit meinen eigenen Haaren niemals möglich gewesen wären und morgens im Badezimmer war ich immer sooo schnell fertig.......Sowas nennt man wohl "Galgenhumor". Immerhin hat die ganze Zeit niemand, der es nicht wusste, bemerkt, dass die Haare nicht echt sind und das hat mir sehr viel Selbstvertrauen gegeben. Ich habe mich während der Behandlung immer ganz besonders sorgfältig geschminkt und gekleidet - meine Krankheit hat mir daher keiner angesehen und das war mir sehr wichtig!

Die Chemotherapie dauerte von August bis Ende November 2004, zum letzten Mal bekam ich den "Medikamenten-Cocktail" am 30. November. Ich will niemanden mit Einzelheiten langweilen - nur soviel: während der gesamten Zeit hatte ich niemals das Gefühl, mich schlecht zu fühlen. Ein paar Tage nach jeder Medikamentengabe war ich ein bisschen schlapp und hatte kleinere Nebenwirkungen, so war mir 2 - 3 Tage manchmal etwas flau im Magen. An diesen Tagen habe ich mich eben geschont.  In der 2. Woche  ging es mir viel besser und in der 3. war ich topfit. Eininge Male sind wir in dieser 3. Woche sogar in den Urlaub gefahren und das einzige Problem, das ich  hatte, waren die Herbststürme......ich musste dann immer meine Perücke festhalten.....

Am 3. Januar 2005 gegen 8:30 Uhr war es soweit: ich wurde von Dr. Seifert und Dr. Arlit operiert und dem Tumor, der durch die vorherige Chemo gewaltig geschrumpft war, wurde der Garaus gemacht. Es konnte brusterhaltend operiert werden und gleichzeitig wurde die andere Brust verkleinert, damit die Proportionen wieder stimmen. Irgendwann wachte ich wieder auf und durch die perfekte Narkose des Anästhesisten meines Vertrauens, Frank Schäfer, kam keine Übelkeit auf. Den Tag der OP habe ich mehr oder weniger verschlafen, aber am nächsten Tag ging es mir wieder prächtig. Ich hatte keine Schmerzen und konnte schon im Hause umherlaufen. Nach einigen Tagen wurden die letzten Schläuche entfernt und ich durfte endlich das wunderbare Frühstücksbuffet im Krankenhaus genießen.

10 Tage musste ich dort bleiben, dann durfte ich wieder nach Hause und damit begann mein 2. Leben........


 

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