Christa Schmidt
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Mein erstes Leben
Ein wichtiges Jahr
Mein zweites Leben
So lebe ich jetzt
So lebe ich jetzt

Das Jahr meiner Krankheit ist jetzt schon mehr als 5 Jahre vorbei und der Alltag ist längst wieder eingekehrt. Trotzdem: einiges hat sich verändert oder besser gesagt, einiges habe ich verändert.

Mein neues Gewicht habe ich bis heute gehalten. Wenn ich mal 1 - 2 kg mehr habe, halte ich mich wieder etwas strenger an das Weight-Watchers-Programm und die Pfunde verschwinden wieder. Ich fühle mich wohler und es macht deutlich mehr Spaß, shoppen zu gehen. Ich bekomme beim Anprobieren einer Hose keine Depressionen mehr, weil schon wieder eine Größe mehr notwendig ist und ich muss keine Pullover oder Shirts mehr tragen, die die Figur verstecken. Ich möchte noch ein paar Pfund abnehmen, aber da ich mit meinem jetzigen Gewicht absolut im Normbereich liege, hat das nur noch kosmetische Gründe. Manchmal nervt es mich, ständig auf mein Gewicht zu achten, aber wie heißt es doch: "Nichts schmeckt so gut, wie schlanksein sich anfühlt."

Was habe ich noch verändert? Ich bin ein wenig egoistischer geworden - ich nehme mich selbst wichtiger als früher. Ich achte mehr darauf, was mir gut tut und was ich tun will und nicht, was andere von mir erwarten. Ich versuche, mich nicht mehr über Kleinigkeiten aufzuregen und mich nicht mehr ausnutzen zu lassen - leider funktioniert das nicht immer......Berufstätig bin ich nach wie vor, aber  meine Einstellung dazu  hat sich geändert. Ich nehme meine Arbeit ernst und mache sie gern, aber ich werde hierfür nicht meine Gesundheit riskieren. Ich habe erkannt, dass es Wichtigeres im Leben gibt....

Gesundheitlich geht es mir gut, ich habe durch die überstandene Krankheit keine körperlichen Probleme, auch wenn ich mir meine Kräfte jetzt besser einteilen muss.  Ich lasse vierteljährlich mehr Untersuchungen bei meinen Ärzten machen, als im Rahmen der normalen Nachsorge vorgesehen und das gibt mir die Sicherheit, die ich brauche. An dieser Stelle ein Dankeschön an meinen Internisten, Herrn Dr. Siebert.

Natürlich habe ich auch Phasen, in denen mich meine Psyche "ärgert" und ich von Ängsten und Zweifeln geplagt werde. Glücklicherweise habe ich in Herrn Dr. Carsten Buckermann einen Frauenarzt, dem ich absolut vertraue, der sich jederzeit auch für meine psychischen Probleme Zeit nimmt und mir bisher immer weiterhelfen konnte.

So schlimm diese Krankheit auch ist - sie hat mir viel Positives gebracht. Das Jahr "Auszeit" hat mir gut getan: ich hatte ein ganzes Jahr Zeit für mich und meine Hobbies. Ich finde mich jetzt attraktiver als vor der Krankheit, ich bin selbstbewußter geworden und ich weiß, was gut für mich ist und was ich lassen sollte. Wer kann das schon von sich sagen?

Es wäre schön, wenn ich anderen betroffenen Frauen mit diesen Ausführungen ein bißchen Mut machen könnte: eine solche Krankheit bringt nicht nur Negatives - sie kann auch die Chance für einen Neuanfang sein!

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